Das Mar­ke­ting ist ein zen­tra­ler Aspekt der Unter­neh­mens­füh­rung, des­sen Auf­ga­be dar­in besteht, die Bedürf­nis­se und Erwar­tun­gen der Kun­den und ande­rer Inter­es­sen­grup­pen zu erken­nen und zu erfül­len. Durch das Anpas­sen an Ver­än­de­run­gen auf dem Markt, kann ein Unter­neh­men sei­ne Posi­ti­on im Wett­be­werb posi­tiv beein­flus­sen oder sich recht­zei­tig Wett­be­werbs­vor­tei­le sichern. [4]

Am Anfang des Mar­ke­ting­pro­zes­ses steht die Fra­ge nach den Unter­neh­mens­zie­len. Die­se bil­den nicht nur die Vor­ga­be für den Umsatz, son­dern auch für das Mar­ke­ting. Sie sind die Grund­la­ge für die Defi­ni­ti­on der Mar­ke­ting­zie­le. Im Vor­feld ist eine genaue Ist-Ana­ly­se des Zustan­des mit Bezug auf das Mar­ke­ting vor­zu­neh­men. Damit die Zie­le defi­niert wer­den kön­nen, ist das ange­streb­te End­ergeb­nis wich­tig.

Fra­gen die­ser Ana­ly­se kön­nen zum Bei­spiel sein: Wel­che Produkte/ Dienst­leis­tun­gen bie­ten wir an? Wer sind die Abneh­mer? Wie ist unser Image? Wie hoch/ nied­rig ist unser Bud­get? Wer gehört zu dem Inter­es­sens­kreis?

Bei der Ana­ly­se geht es um einen stän­di­gen Abgleich zwi­schen den tat­säch­li­chen Absatz- und Umsatz­zah­len, sowie den qua­li­ta­ti­ven Aspek­ten und den for­mu­lier­ten Zie­len. Bei einer Abwei­chung wer­den nun Maß­nah­men defi­niert, die den Ist-Zustand wie­der an den Soll-Zustand anglei­chen. Die Art der Hand­lungs­kor­rek­tur ist fall­spe­zi­fisch und indi­vi­du­ell. Die Ana­ly­se lie­fert hier Anhalts­punk­te für das kon­kre­te Vor­ge­hen.

Die in der Ana­ly­se auf­ge­deck­ten Abwei­chun­gen, sind die Grund­la­ge für die Maß­nah­men­de­fi­ni­ti­on. Aus der indi­vi­du­el­len Situa­ti­ons­ana­ly­se und den dar­aus for­mu­lier­ten Maß­nah­men soll ein hoher Ziel­er­rei­chungs­grad erreicht wer­den. Mög­li­che Maß­nah­men sind bei­spiels­wei­se die Erhö­hung oder Ver­rin­ge­rung des Bud­gets, die Anpas­sung des Per­so­nals oder die Ände­rung der zeit­li­chen Pla­nung.

Die Umset­zung ist die kon­kre­te Hand­lung, bei der die Maß­nah­men durch­ge­setzt wer­den. Sie wird durch die Ver­ant­wort­li­chen vor­ge­nom­men, doku­men­tiert und über­wacht.

Die Kon­trol­le stellt sicher, dass früh­zei­tig ein­ge­grif­fen wer­den kann, wenn ein Pro­zess vom Soll-Zustand abweicht. Durch die ste­ti­ge Kon­trol­le, kön­nen Feh­ler früh­zei­tig erkannt und kor­ri­giert wer­den. Das spart Kos­ten und Zeit.

Bei dem Data-Dri­ven Mar­ke­ting wer­den aus den Daten, die ent­lang der Kun­den-His­to­rie z.B. über Soci­al-Media Platt­for­men oder Online-Shops gesam­melt wur­den, Erkennt­nis­se gewon­nen und gezielt für Mar­ke­ting­ak­tio­nen ent­lang der Kun­den­be­dürf­nis­se und Wün­sche genutzt. Data-Dri­ven Mar­ke­ting dient also in ers­ter Linie dazu, das Kun­den­ver­hal­ten bes­ser zu ver­ste­hen und geziel­te Mar­ke­ting­maß­nah­men umzu­set­zen. Eben­falls kön­nen Ergeb­nis­se von Kam­pa­gnen im Online-Mar­ke­ting aus­ge­wer­tet und ver­bes­sert wer­den, die Soci­al-Media Kom­mu­ni­ka­ti­on opti­miert und die Kun­den­zu­frie­den­heit und –bin­dung gestärkt wer­den. [5]

Pre­dic­tive Ana­ly­tics Pay­Pal führt eine auto­ma­ti­sche Ana­ly­se des Kun­den­feed­backs in über 60 Län­dern und in über 30 Spra­chen durch. So kön­nen wich­ti­ge Pro­ble­me und The­men sowie ihre Häu­fig­keit und Bedeu­tung auto­ma­tisch und in Echt­zeit erkannt, prio­ri­siert, sor­tiert und schließ­lich beho­ben wer­den. Ziel ist es, Pro­ble­me sehr schnell zu erken­nen und mit­tels direkt umsetz­ba­ren Hand­lungs­emp­feh­lun­gen zu behe­ben und somit die Kun­den­zu­frie­den­heit und Kun­den­bin­dung deut­lich zu stei­gern. [6]

BITKOM „Big Data und Geschäfts­mo­dell-Inno­va­tio­nen in der Pra­xis: 40+ Bei­spie­le“, Sei­te 99

Bei­spiel Mei­er

Herr Mei­er enga­giert sich auch im Bereich Mar­ke­ting, weil es ihm wich­tig ist über sei­ne öko­lo­gisch ange­bau­ten Pro­duk­te best­mög­lich zu infor­mie­ren und somit spe­zi­ell regio­nal das Inter­es­se der End­kun­den in sei­nem klei­nen regio­na­len Bio­La­den zu stei­gern. Neben klas­si­schen regio­na­len Aus­stel­lun­gen ist Herr Mei­er dabei auch digi­tal über sei­ne Web­sei­te inkl. klei­nem Online­Shop sowie ver­schie­de­nen Soci­al Media Platt­for­men anzu­tref­fen. Wie bei der rich­ti­gen Aus­wahl des Korns ist es auch bei digi­ta­len Pro­duk­ten ent­schei­dend die kor­rek­ten Werk­zeu­ge für die Ziel­grup­pe und Zie­le zu iden­ti­fi­zie­ren. Hier spie­len ver­schie­de­ne wirt­schaft­li­che, demo­gra­phi­sche sowie geo­gra­phi­sche Fak­to­ren eine wich­ti­ge Rol­le. Herr Mei­er hat sich dabei im Kla­ren das sol­che digi­ta­len Mar­ke­ting­maß­nah­men nicht über Nacht direk­te Wir­kung erzeu­gen son­dern wie beim Gedei­hen des Kor­nes nach und nach wach­sen. Den­noch ist Herr Mei­er davon über­zeugt das auch die Land­wirt­schaft die Mög­lich­kei­ten der Digi­ta­li­sie­rung nutz­ten sol­len.